Wie versprochen: hier kommt der dritter Teil zur Entstehung von Nordlicht.

In Filmen wird Musik oft genutzt, um eine Szene oder eine Figur emotional zu unterstützen. In Büchern ist das etwas schwieriger.

Manchmal lese ich Bücher, in denen in einer Passage der Titel eines Liedes erwähnt wird. Darüber lese ich meistens hinweg. Einfach, weil ich eigentlich nie Musik höre. Ganz zu schweigen davon, dass mir Titel oder Künstler etwas sagen.

Im Manuskript von Nordlicht steckt so viel Musik, dass es mir sofort aufgefallen ist. Nordlicht handelt von Jugendlichen in Norwegen – und die hören natürlich gerne Musik. Also gut, dachte ich mir, ich nehme das einfach mit.

Ein norwegisches Lied mit einem norwegischen Titel macht mich eher neugierig. Und beim x-ten Song – Hjertebank (Herzklopfen) von Ingeborg – wollte ich dann doch wissen: Worum geht es da eigentlich?

Also habe ich mir den Songtext angesehen. Und ja – die Auswahl war alles andere als zufällig. Es ist schon besonders: Während ich die Passage übersetzt bzw. geschrieben habe, lief das Lied im Hintergrund. Und plötzlich wurde die Szene viel lebendiger.

Ganz ehrlich: Dieses Lied legt sich wie ein Schleier über die Passage. Die Figuren werden sichtbar, und man ist sofort mitten in der Szene. Für mich war das eine völlig neue Erfahrung. Man muss nur aufpassen, dass daraus kein Musical wird.

Louise:
„Ich liebe Musik. Vor allem Popmusik. Aber die richtigen Songs für die richtigen Szenen zu finden, ist nicht immer einfach.“

Für Merle dagegen war es eine echte Leidenschaft. Sie scheint darin sogar eine Art Spezialistin zu sein. Sie hat das Manuskript gelesen und zu passenden Stellen in kürzester Zeit die richtigen Songs gefunden.

Sie hat mir eine Playlist geschickt – aber die konnte ich erst hören, nachdem ich die App heruntergeladen und mich bei Spotify registriert hatte. Na gut, dachte ich mir – wieder ein Hörer mehr für Spotify. Das Probeabo hat locker gereicht, um reinzuhören. Aber nach dem fünften Lied war es für mich dann auch gut.

Das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten:

Wie bekomme ich dieses Lied aus dem Text direkt in deine Ohren?

Einfach eine mp3 ins Buch packen? Vergiss es. Da hat man schneller die gesamte Musikindustrie am Hals, als einem lieb ist.

Bei solchen Themen gehe ich inzwischen direkt dahin, wo es weh tut: GEMA.


Nette Leute, wirklich. Immer hilfsbereit und vor allem: sehr kompetent. Wobei man bei letzterem das Wort „aber“ besser weglässt. Sie wissen, wie es läuft – und damit haben sie immer recht. Und je unwissender man sich gibt, desto hilfsbereiter werden sie.

Wenn sie anfangen, nachdenklich zu schauen, weiß man: Da kommt gleich eine Lösung.

Und ja – da war sie:

Wenn du Nordlicht liest und auf einen Song stößt, klickst du einfach auf den Titel (blauer Link). Und schon wird das Lied automatisch im Hintergrund abgespielt – auf deinem Smartphone, Tablet oder PC, direkt über Spotify.

Vorausgesetzt natürlich, du hast die App installiert.

Auf den meisten E-Readern funktioniert das leider nicht. Auch in der PDF-Version klappt es nicht. Aber dafür gibt es eine einfache Lösung: Wenn Nordlicht Veröffentlicht wird, kannst du über die Website von Dulia Books die Nordlicht-Playlist öffnen. Wenn im Buch ein Lied auftaucht, klickst du dort einfach auf den entsprechenden Titel – und schon kannst du es hören.

Ganz einfach.

Wird fortgesetzt.



Frühere Blogs zur Entstehung von Nordlicht:

Nordlicht 1
Nordlicht 2

Mehr zum Roman Nordlicht

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